Hochwasserrückhaltebecken Bimberghof

Das Stadtgebiet von Unna liegt am Rande des Haarstranges und ist nach Starkregen und Schneeschmelze von Überschwemmungen betroffen.

Der Starkregen vom Sommer 1968 war Auslöser für erste Untersuchungen zum Hochwasserschutz im Stadtgebiet Unna. Eine Verschärfung der Hochwassersituation ergab sich etwa zum gleichen Zeitpunkt durch den Ausbau der A 44 parallel zum Haarstrang oberhalb der besiedelten Stadtteile von Unna. Im Jahre 1970 wurde daher eine Vorstudie zu den hydraulischen und hydrologischen Verhältnissen bearbeitet und ein System von Rückhaltebecken oberhalb der Stadt in den verschiedenen Seitentälern vorgeschlagen. In dieser Vorstudie wurde bereits der Effekt der zusätzlichen Versiegelung infolge der A 44 für die Rückhaltebecken festgelegt. Von den 1970 vorgeschlagenen Becken sind bisher die Becken Bornekamp I, Bornekamp II, Siddinghausen I und Siddinghausen II realisiert.

Das Becken Bimberghof am Lünerner Bach oberhalb von Lünern hatte 1970 die 2. Stelle in der Prioritäteneinstufung. Die Stadtbetriebe haben dieses Hochwasserschutzprojekt für den Ortsteil Lünern jetzt realisiert. Das Hochwasserrückhaltebecken Bimberghof wird als Trockenbecken (ohne Dauerstau) konzipiert.

Information zum Sperrbauwerk:

Die Sperrstelle Bimberghof ist ein Erddamm mit integriertem Grundablass, Betriebsauslass und Hochwasserentlastung.

 

Höhe der Dammanlage:11,00 Meter
Länge der Dammanlage:230,00 Meter
Dammvolumen:rd. 45.000 Kubikmeter
Stauvolumen:310.000 Kubikmeter
Der Bau ist abgeschlossen.

Bisheriger Verfahrensablauf:

2005:
Erstellung Bodengutachten,
Variantenuntersuchungen des Ing.-Büros Prof. Hartung und Partner, Braunschweig, und Ing.-Büros Wendland, Hannover

2006:
Beauftragung der Entwurfs- und Genehmigungsplanung

2007:
Abstimmungsgespräche mit den Aufsichtsbehörden

2008:
Einreichung der Genehmigungsunterlagen bei der Bezirksregierung Arnsberg

2009:
Ergänzung der Genehmigungsunterlagen

2010:
Erörterung der Träger öffentlicher Belange

2011:
Planfeststellungsbeschluss der Bezirksregierung Arnsberg

2012:
Antrag auf Zuwendung bei der Bezirksregierung Arnsberg

12/2012:
Zuwendungsbescheid der Bezirksregierung Arnsberg in Höhe von 3,456 Millionen Euro

2013:
Erstellung der Ausführungsplanung

Dezember 2014:
Auftragsvergabe

20.3. 2015:
Spatenstich

8.10.2016:
Vorstellung des fertigen Projektes