Wintergrüne Ölweide
Wintergrüne Ölweide
(Elaeagnus x ebbingei)
Dieser Baum wurde von Petra Sowade
in Erinnerung an Mike Brünnet gespendet.
| Information | |
| Familie: | Elaeagnaceae (Ölweidengewächse) |
| Verbreitung: | Europa |
| Blütezeit: | Oktober bis November |
| Blüte: | weiß |
| Früchte: | orangefarbene ovale Steinfrüchte |
| Symbolik: | Widerstandskraft und Schutz |
| Pflanzjahr: | 2026 |
Beschreibung
Der botanische Gattungsname Elaeagnus leitet sich von den altgriechischen Bezeichnungen „elainos“ für Olive und „agnos“ für unschuldig ab.
Elaeagnus × ebbingei entstand 1928 durch die Kreuzung der großblättrigen Ölweide mit der dornigen Ölweide und kam 1939 in den Handel. Die Kreuzung wurde von dem niederländischen Gärtner Simon Godfried Albert Doorenbos (1891–1980) durchgeführt, der über mehrere Jahrzehnte die Parkabteilung der Stadt Den Haag leitete.
Während des Zweiten Weltkriegs wurde Doorenbos aus seinem Amt entlassen, nachdem er sich geweigert hatte, Bäume und Sträucher für den Bau einer Flugbombenabschussrampe entfernen zu lassen. Nach dem Krieg nahm er seine frühere Tätigkeit wieder auf und übte diese bis noch zu seiner Pensionierung im Jahr 1957 aus.
Die Wintergrüne Ölweide ist mit ihrer späten Blütezeit von Oktober bis November eine interessante Nahrungsquelle für Insekten. Da im Spätherbst jedoch nur noch wenige Insekten aktiv sind, wird das Blütenangebot allerdings insgesamt vergleichsweise wenig genutzt. Auch ihre Früchte, die bei milder Witterung über den Winter hinein reifen können, bieten Tieren eine zusätzliche Nahrungsquelle und stehen teilweise noch im Frühjahr zur Verfügung.
Die Wintergrüne Ölweide besitzt wie die Robinie aufgrund einer Symbiose mit Rhizobien oder Knöllchenbakterien die ungewöhnliche Fähigkeit, sich auf nährstoffarmen Böden anzusiedeln. Mit Hilfe der Knöllchenbakterien kann sie Stickstoff aus der Luft binden und diesen dann im Boden anreichern.