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Echte Mehlbeere

 

Echte Mehlbeere

(Sorbus aria)

 

 

Information 
Familie:

Rosaceae (Rosenengewächse)  

Verbreitung:Mittel- und Südeuropa
Blütezeit:April bis Juni
Blüte:April bis Juni
Früchte:         

orange bis rote, kugelige, mehlige Apfelfrüchte

Herbstfärbung:gelblich
Symbolik:

Fruchtbarkeit und Wachstum

Pflanzjahr:   2026

 

Beschreibung

Der botanische Gattungsname Sorbus ist der altrömische Name der Mehlbeere. Der Artname „aria“ bedeutet mehlig. Ihren deutschen Namen verdankt sie den mehligen Apfelfrüchten.

Die Echte Mehlbeere wurde zum Baum des Jahres 2024 bestimmt. Aufgrund ihrer hohen Toleranz gegenüber Hitze, Trockenheit und Luftschadstoffen gilt sie als geeignete Zukunftsbaumart für urbane Standorte.

Trotz ihres Namens ist die Bezeichnung „Mehlbeere“ botanisch gesehen etwas irreführend. Die Früchte sind keine Beeren, sondern sogenannte Apfelfrüchte. Sie ähneln kleinen Äpfeln. Das Kerngehäuse bildet die eigentliche Frucht, während der saftige äußere Teil aus dem Blütenboden entsteht, der sich während der Reife um das Kerngehäuse schließt.

Der kleine heimische Baum zeichnet sich aus durch seine weißen Blüten, die eine wertvolle Nahrungsquelle für Bienen und andere Bestäuber darstellen, sowie durch seine auffälligen rötlichen Apfelfrüchte. Diese bleiben häufig bis in den Winter hinein am Baum haften (sogenannte Wintersteher) und dienen in dieser Zeit als wichtige Nahrungsquelle für zahlreiche Vogelarten. Fallen die verbliebenen Früchte erst im darauffolgenden Frühjahr zu Boden, werden sie auch von Säugetieren wie Mäusen oder Wildschweinen gefressen.

Historisch hatten die Früchte auch Bedeutung für die menschliche Ernährung. In Notzeiten wurden sie getrocknet, gemahlen und dem Getreidemehl beim Backen beigemischt. Roh enthalten sie Parasorbinsäure, die eine leichte Giftigkeit besitzt, beim Erhitzen jedoch weitgehend abgebaut wird. Daher wurden und werden die Früchte noch bis heute zu Kompott, Marmelade, Kuchen oder Essigbranntweinverarbeitet. Darüber hinaus fanden die Apfelfrüchte Verwendung als Futter, insbesondere in der Schweinemast.

 

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