Bergahorn
Bergahorn
(Acer pseudoplatnus)
Der Bergahorn war Baum des Jahres 2009
Informationen | |
Familie: | Sapindaceae (Seifenbaumgewächse) |
Verbreitung: | Europa |
Blütezeit: | April bis Juni |
Blüte: | gelbgrüne, hängende, traubenartige Blüten nach dem Laubaustrieb |
Früchte: | spitz- bis rechtwinklig angeordnete Fruchtflügel |
Herbstfärbung: | goldgelb |
Symbolik: | Ganzheit, Harmonie und Freiheit |
Pflanzjahr | ca. 1940 |
Beschreibung
Der botanische Gattungsname Acer ist der alte römische Name für Ahorn. Der Artname „pseudoplatanus“ bedeutet falsche Platane und bezieht sich auf die schuppenartige Rinde, die sich im Alter bildet.
Erkennungsmerkmale des Bergahorns (siehe Foto):
- Blätter sind stumpf, etwas runzelig, oben dunkelgrün und von unten grau behaart
- Die Blätter führen keinen Milchsaft
- Blüht nach dem Laubaustrieb
- Gelbgrüne, überhängende, traubenartige Früchte
- Die zu zweit verbundenen Fruchtflügel stehen spitz- bis rechtwinkelig zueinander (wie ein Berg)
- Ältere Bäume haben eine schuppenartige Rinde
Die verbundenen Fruchtflügel nennt man auch Spaltfrüchte, da sie sich beim Herunterfallen trennen. Öffnen Sie die Spaltfrucht und kleben sich diese auf die Nase, dann werden sicher auch bei Ihnen Kindheitserinnerungen wach.
Das Oskar-Syndrom ist ein Begriff aus der Forstwirtschaft und beschreibt die Wachstumshemmung oder den Wachstumsstillstand vom Ahornbäumen, die im Wald zu wenig Licht bekommen. Der Begriff lehnt sich metaphorisch an die literarische Figur Oskar aus dem Roman „Die Blechtrommel" von Günter Grass an, die bewusst ihr Körperwachstum stoppt.
Auch Johann Wolfgang von Goethe schrieb in seiner Tragödie „Faust“ über den Ahorn:
„Alt-Wälder sind’s! die Eiche starret mächtig,
Und eigensinnig zackt sich Ast an Ast;
Der Ahorn mild, von süßem Safte trächtig,
Steigt rein empor und spielt mit seiner Last.“
Menschen, die nach dem keltischen Baumhoroskop im Zeichen des Ahorns geboren sind (vom 11. bis 20. April und 14. bis 23. Oktober), sind nach diesem Horoskop ehrgeizig und entschlossen. Sie gelten als sehr anspruchsvoll gegenüber sich selbst und anderen.