Dreidorniger Lederhülsenbaum oder Dreidornige Gleditschie
Dreidorniger Lederhülsenbaum oder Dreidornige Gleditschie
(Gleditsia triacanthos)
Dieser Baum wurde gespendet von:
Sven Wegner-Sparbier aus Fröndenberg
| Information | |
| Familie: | Fabaceae (Hülsenfrüchtler) |
| Verbreitung: | Nordamerika |
| Blütezeit: | Juni bis Juli |
| Blüte: | 5 bis 7 cm lange, duftende Trauben |
| Früchte: | bis 40 cm lange, ledrige Hülsen |
| Herbstfärbung: | goldgelb |
| Pflanzjahr: | 2026 |
Beschreibung
Der botanische Gattungsname Gleditsia wurde zu Ehren des deutschen Botanikers und Direktors des Botanischen Gartens Berlin Johann Gottlieb Gleditsch (1714-1786) benannt. Der Artname „triacanthos“ bedeutet dreistachlig.
Berühmt wurde Johann Gottlieb Gleditsch durch sein sogenanntes „experimentum berolinense“. Im Berliner Botanischen Garten stand eine weibliche Dattelpalme, die noch aus der Zeit des Soldatenkönigs stammte und bislang niemals Früchte getragen hatte. Im April 1749 ließ Gleditsch aus dem Botanischen Garten in Leipzig einen blühenden Zweig einer männlichen Dattelpalme nach Berlin bringen. Mit dessen Pollen bestäubte er die Blüten der weiblichen Palme. Bereits wenige Monate später entwickelte der Baum erstmals einen reichen Fruchtansatz. Mit diesem erfolgreichen Versuch konnte Gleditsch überzeugend nachweisen, dass Pflanzen eine zweigeschlechtliche Fortpflanzung besitzen.
Ein markantes Kennzeichen der Dreidornigen Gleditschie sind ihre auffälligen, oft büschelartig angeordneten Dornen am Stamm und an den Ästen. Diese besondere Ausprägung hat ihr auch den Namen „Falscher Christusdorn“ eingebracht.
Die kräftigen Dornen dienen in ihrer nordamerikanischen Heimat als wirksamer Schutz vor Fressfeinden. Dort klettern beispielsweise Baumstachler – große Nagetiere aus der Verwandtschaft der Stachelschweine – bevorzugt in Bäume, um Früchte zu fressen oder Rinde abzunagen. Durch die dichten Dornenbüschel, die in sogenannten Clustern wachsen, ist der Stamm jedoch gut geschützt und das Erreichen der begehrten Pflanzenteile deutlich erschwert.
Von Juni bis Juli erscheinen weiße, traubenförmige Blütenstände, die intensiv nach Honig duften und zahlreiche Insekten anziehen, insbesondere Bienen und Schmetterlinge. Die gefiederten Blätter wirken leicht und elegant; im Herbst nehmen sie eine attraktive goldgelbe Färbung an und setzen damit einen zusätzlichen gestalterischen Akzent. Besonders auffällig sind die abgeflachten, ledrigen Hülsenfrüchte, die sich im Spätsommer entwickeln und häufig bis in den Herbst und Winter hinein dekorativ an den Bäumen herabhängen.