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Wild-Apfel oder Holzapfel

 

Wild-Apfel oder Holzapfel

(Malus sylvestris)

Dieser Wild-Apfel wurde gespendet von der:

Familie Kemper-Steinbrecht aus Unna

Information 
Familie:Rosaceae (Rosengewächse)      
Verbreitung:Europa
Blütezeit:April bis Juni
Blüte:außen weißrosa und innen rosa
Früchte:         schwach rötliche 2,5 bis 3 cm große Äpfel
Herbstfärbung:natürliche Schönheit
Pflanzjahr:   2026

 

Beschreibung

Der botanische Gattungsname Malus ist der lateinische Name des Apfelbaums. Der Artname „sylvestris“ bedeutet im Walde oder an unbebauten Orten wachsen.

Der Wild-Apfel war 2013 Baum des Jahres und gilt bundesweit als gefährdete Baumart.

Der unbestrittene Höhepunkt im Jahresverlauf eines Apfelbaumes ist seine Blütezeit. Kaum jemand kann sich dem Anblick und dem angenehmen Duft der Blüten entziehen. Beim Aufblühen leuchten sie zunächst rot bis rosafarben und hellen sich mit zunehmender Entfaltung zart auf. Beim Wildapfel erfasst die Blüte jedoch nicht in jedem Jahr die gesamte Krone. Viele Zweige blühen nur im zweijährigen Rhythmus, sodass sich die Blühbereiche innerhalb der Krone teilweise abwechseln. Als „Ballonstadium“ wird das Entwicklungsstadium unmittelbar vor dem Aufblühen bezeichnet. In diesem Moment sind die Blütenknospen kugelig aufgebläht, kurz bevor sich die Kronblätter einzeln entfalten. Wer genauer hinsieht, erkennt schnell, wie treffend diese Bezeichnung ist.

Vor allem der Kulturapfel – weniger der Wildapfel – besitzt in den eurasischen Kulturen eine bedeutende symbolische Rolle. Er steht unter anderem für Liebe, Fruchtbarkeit, Leben, Erkenntnis und Reichtum. Der Apfel gilt traditionell als Symbol des Weiblichen – auch wenn es grammatikalisch der Apfel heißt. Die Birne hingegen steht für das Männliche. Woran das wohl liegt?

In Mythologien, Religionen und Märchen ist der Apfel vielfach präsent. So war er beispielsweise ein Attribut der Göttinnen Ischtar in Babylon, Aphrodite in Griechenland und Idun in der germanischen Mythologie. Auch in Erzählungen wie Schneewittchen oder im biblischen Motiv der Vertreibung aus dem Paradies spielt er eine zentrale Rolle.

Martin Luther wird das Zitat zugeschrieben: „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch einen Apfelbaum pflanzen.“

 

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