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Weißer Maulbeerbaum

 

Weißer Maulbeerbaum

(Morus alba)

Dieser Baum wurde in Erinnerung an:

Ernst und Helene Hoppmann gepflanzt.

Information 
Familie:Moraceae (Maulbeergewächse) 
Verbreitung:China (Mandschurei) und Korea 
Blütezeit:April bis Mai
Blüte:walzenförmige, hängende Ähren
Früchte:         brombeerähnliche, weiße essbare Früchte
Symbolik:Langlebigkeit und Weisheit
Pflanzjahr:   2026

 

Beschreibung

Morus ist der altrömische Name des Maulbeerbaums. Der Artname „alba“ bedeutet weiß.

In Europa sind drei verschiedene Maulbeerbaumarten verbreitet. Bereits die Römer und Griechen pflanzten sie in den wärmeren Regionen des Kontinents, wodurch sie zu den ältesten Kulturpflanzen der Welt zählen.

Aus den walzenförmigen Blütenständen entwickeln sich brombeerähnliche, essbare Früchte. Frische Maulbeeren verderben jedoch schnell und sind kaum lagerfähig, weshalb sie meist getrocknet werden. Botanisch gesehen handelt es sich dabei nicht um einzelne Beeren, sondern um sogenannte Fruchtverbände. Diese entstehen, wenn mehrere Einzelfrüchte miteinander verwachsen. Die Früchte dienen zahlreichen Tieren wie Vögeln, Nagetieren und Insekten als wichtige Nahrungsquelle.

In China spielte insbesondere der Weiße Maulbeerbaum eine bedeutende Rolle in der Seidenraupenzucht. Seit fast 5.000 Jahren dienen seine Blätter als Nahrung für die Seidenraupen. Es heißt, dass aus etwa zehn Kilogramm Kokons ein Kilogramm Rohseide gewonnen werden kann. Aus den Seidenraupen entwickeln sich schließlich die Schmetterlinge, die als „Seidenspinner“ bekannt sind.

Die Legende um die nordwestlich von Köln gelegene Abtei Brauweiler: Der Gründungsmythos berichtet, dass die Kaisertochter Mathilde während eines Schlafs unter einem Maulbeerbaum eine Lichtvision hatte. Darin erhielt sie den göttlichen Auftrag, an dieser Stelle – neben einer bereits bestehenden Medardus-Kapelle – ein Kloster zu errichten.

Eine andere Version der Legende erzählt, dass Mathilde im Jahr 991 einen Zweig aus ihrem Hochzeitsstrauß einpflanzte und gelobte, ein Kloster zu gründen, falls dieser Wurzeln schlagen sollte. Dieses Ereignis führte zu einer Pilgerfahrt nach Rom, wo ihr kostbare Reliquien und ein Kreuz für die Klostergründung übergeben wurden. Sowohl die Gründungslegende als auch die Wahl des Ortes wurden um 1100 in der Geschichte der Abtei schriftlich festgehalten. Der dieser Legende zugerechnete.

 

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