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Wild-Birne oder Holz-Birne

 

Wild-Birne oder Holz-Birne

(Pyrus pyraster)

Dieser Baum wurde gespendet vom:

Reinigungsservice Sandra Uhde

Information 
Familie:Rosaceae (Rosengewächse)
Verbreitung:Mitteleuropa
Blütezeit:April bis Mai
Blüte:weiße bis zartrosa Dolden
Früchte:         ca. 4 bis 6 cm große Birnen
Herbstfärbung:gelb bis gelborange
Symbolik:Durchhaltevermögen und Stärke
Pflanzjahr:   2026

 

Beschreibung

Die Wild-Birne ist die Stammform der heutigen Kulturbirnen. Aus ihr wurden im Laufe der Jahrhunderte die zahlreichen Kultursorten gezüchtet. Der Gattungsname Pyrusgeht auf den alten lateinischen Namen für die Birne zurück. Aufgrund ihrer ökologischen und kulturgeschichtlichen Bedeutung wurde die Wild-Birne im Jahr 1998 zum Baum des Jahres gewählt.

Die kleinen Früchte der Wild-Birne sind erst nach dem ersten Frost genießbar. Dann sind sie überreif, weich und mehlig. Ihr Geschmack ist dennoch sehr herb, weshalb sie überwiegend als Dörr- oder Backobst verwendet werden. Charakteristisch für die Früchte sind die sogenannten Steinzellennester, die ihnen ihre körnige Konsistenz verleihen.

Die Wild-Birne bietet vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Aus ihren Blüten kann ein wirksamer Tee zubereitet werden, während die Blütenknospen als Beigabe zu Salaten verwendet werden können. Aus den Samen der Birnen wird Speiseöl gewonnen. Aus etwa 10 Kilogramm Birnenkernen lassen sich rund 1,5 Kilogramm Öl herstellen.

Auch für die Tierwelt besitzt die Wild-Birne einen hohen ökologischen Wert. Sie ist auf die Fremdbestäubung durch Insekten angewiesen und stellt für zahlreiche Wildbienen, Schmetterlinge und andere Bestäuber eine wichtige Nahrungsquelle dar.

Darüber hinaus zeichnet sich die Wild-Birne durch eine hohe Trockenheitsverträglichkeit aus. Sie kommt mit höheren Temperaturen gut zurecht und gilt deshalb mit Blick auf den Klimawandel als eine zukunftsfähige Baumart.

In der Symbolik wird der Apfelbaum seit jeher mit dem Weiblichen verbunden, während der Birnbaum als Sinnbild des Männlichen gilt.

Mit dem Birnbaum verbinden sich auch alte Bräuche und Volksglauben, insbesondere während der Raunächte, den zwölf geheimnisvollen Nächten zwischen Weihnachten und dem Dreikönigstag. Die Menschen nutzten die Raunächte für Besinnung, Rituale und Weissagungen, um Hinweise auf das kommende Jahr zu erhalten. Einem alten Brauch zufolge schlichen unverheiratete Mädchen an diesen Tagen um Mitternacht zu einem Birnbaum, zogen ihre Holzschuhe aus und warfen sie in die Äste. Blieben die Schuhe in den Zweigen hängen, so würde im folgenden Jahr ein schöner Jüngling am Mädchen „hängenbleiben“.

 

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